Die Geschichte des Löschzug Heide

1903 - Der Löschzug Heide wird gegründet. Erster Löschzugführer wird Bergwerksdirektor Tanzeglock. Das erste Einsatzfahrzeug ist ein Mannschaftswagen mit Pferdebespannung.

Man schrieb das Datum 13. März 1903, als der Löschzug Heide im Lokal Meier an der Bochumer Straße gegründet wurde. Damals fiel dem Kommerzienrat Victor auf: Die östlichen Stadtteile werden immer dichter bebaut, aber ausreichender Feuerschutz ist nicht vorhanden. Ein eigener Löschzug mußte her, zumal ein Betrieb besonders gefährdet war: die Zeche Centrum.

Auf der Gründungsversammlung am 13. März 1903 nahmen stadtbekannte Persönlichkeiten teil. Bergwerksinspektor Tanzeglock und der Standesbeamte Berg erklärten spontan ihren Beitritt. Ebenfalls nicht zurückstehen wollten die Herren: Grimm, Biebach, Deiners, Hölscher, Kubiak, Köhn, Krause, Löbbert, May, Meier, Niemann und Röhrig. Alle einigten sich auf den Betriebsleiter Tanzeglock als Löschzugführer. Doch die Finanzen waren schon damals knapp. Die Zeche Centrum sprang hilfreich ein. Sie half bei der Anschaffung von Geräten, z.B. dem ersten großen Geschenk, einem Mannschaftswagen, für den sie sogar die Pferdebespannung lieferte. Der Löschzug etablierte sich - zusammen mit der Polizei - im Gebäude an der Bochumer Straße, wo er heute noch beheimatet ist.

1905 - Erster Großeinsatz für den Löschzug. Es brennt in der Bäckerei Oberste Schemann, und ein Brand im städtischen Armenhaus, der sog. "Bockhalle"

Wie gut die technische Ausbildung bereits in den ersten Jahren war, konnten die Männer von der Heide zeigen, als 1905 ein großer Brand in der Bäckerei Oberste-Schemann, Hammer Straße ausbrach. Die Löschzüge I und II (WAT-Mitte und Heide) waren organisatorisch immer eng verbunden, denn die Führung beider Züge lag in einer Hand. Tanzeglock, inzwischen Oberbrandmeister, war über die Grenzen der Stadt Wattenscheid geschätzt, nicht zuletzt wegen seiner umfangreichen theoretischen Kenntnisse.

Weitere große Brände in dieser Zeit, bei denen die Heider Kameraden ausrückten, waren: “Bockhalle” Bochumer Straße, Städt. Armenhaus an der Hammer Straße und die Bürstenfabrik Samuelsdorf.

1914 - Bezug des neuen Gerätehauses, in dem sich der Löschzug auch heute noch befindet.

1914 ließ die Stadt Wattenscheid das Gerätehaus modernisieren. Denn, so sehr die Feuerwehr gebraucht wurde, so sehr wurden - wie heute - die anfallenden Kosten für Umbau und Renovierung gescheut. Und damals wie heute muß schon jeder Kamerad selbst mit anfassen.

1933 - Neuer Löschzugführer wird der Betriebsführer der Zeche Centrum H.Birkenfeld.

Im Jahre 1933 übernahm Brandmeister Birkenfeld die Aufgabe, den Löschzug Heide zu leiten. Er war es auch, der mit Brandmeister Hartweg die Wehr nach dem Kriege wieder neu aufbauen mußte. Wiederum sprang die Zeche Centrum hilfreich ein und beschaffte neue Geräte. Aus der Mannschaft tat sich ein neuer Mann hervor: Paul Sandmann. Als Feuerwehrmannanwärter hatte er angefangen. Seine Fähigkeiten ließen ihn bis zum Oberbrandmeister aufrücken. Nachdrücklich setzte er sich dafür ein, den hohen technischen Stand des Löschzuges Heide zu erhalten. Er arbeitete bis zum Pensionsalter.

1945 - Dritter Löschzugführer wird P.Sandmann nach Ende des Krieges.

1955 - Der nächste Löschzugführer tritt sein Amt an. Es ist Erich Dohmann.

Am 19. August 1955 trat sein langjähriger Vertreter Erich Dohmann die Nachfol­ge an. Zum Stellvertreter rückte Oberfeuerwehrmann Helmut Flucks auf. Unter dieser Leitung entwickelte sich der Löschzug rasch weiter. Zu erwähnen sind besonders die Kame­raden Johannes Hehrs (Unterbrandmeister) und Josef Kriesten (Brandmeister). Der technische Fortschritt hatte natürlich auch schon längst bei der Feuerwehr Einzug gehalten. Im Gerätehaus standen keine pferdegezogenen Mannschafts- und Leiterwagen mehr, sondern mehr oder weniger moderne Kraftfahrzeuge; die Pickelhauben mußten dem praktischen Stahlhelmen weichen und auch für den Hornisten gab es keine Arbeit mehr. Seine Aufgabe erfüllten Sirenen. Die bishe­rige Unterkunft an der Bochumer Straße wurde erneut um­gebaut und es entstand ein Schulungsraum mit Toiletten und Waschgelegenheit. Denn ohne theoretisches Wissen der Feuerwehrleute kann kein noch so gut ausgerüsteter Zug effektiv arbeiten.

1964 - Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 8 an die Mannschaft des Löschzuges.

Im Jahre 1964 stellte die Stadt Wattenscheid den ,Freiwilligen‘ von der Heide ein neues Löschgruppenfahrzeug, LF 8, zur Verfügung. Lange hatte man darauf gewartet, jetzt war es endlich da. Später kamen noch einige Fahrzeuge des erweiterten Katastrophenschutzes dazu, die eine sinnvolle Ergänzung bildeten. Dabei handelte es sich um folgende Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge: 3 TLF 8, 1 TLF 16 und 1 HRW. Die harte Arbeit, die Brandmeister Flucks begonnen hatte, setzte er als Löschzugführer fort; denn 1969 löste er Erich Dohmann in der Führung der Heider Feuerwehr ab. Erich Dohmann, mittlerwei­le 65 Jahre alt, konnte in die Alters- und Ehrenabteilung eintreten.

1969 - Der neue Löschzugführer ist Helmut Flucks. 

1970 - Der Löschzug erhält weitere Fahrzeuge: 3 x TLF 8; 1 x TLF 16 und 1 x HRW.

1972 - Großbrand bei der Firma Steilmann in der Burgstraße.

In den folgenden Jahren stand die Aus- und Weiterbildung, die den guten Ruf des Zuges begründet hat, im Vordergrund. Der Rote Hahn gab dem Löschzug leider oft die Gelegenheit, Einsatzstärke und Einsatzbereitschaft zu zeigen. Der Großbrand der Firma Steilmann z.B. verlangte in dieser Zeit ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen. Die ständige Bereitschaft auszuhelfen, und auch einmal selbständig ,seinen Mann zu stehen‘, haben es zu einem sehr guten Verhältnis zwischen der Heider Wehr und der Stammannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid kommen lassen. In der mühevollen Arbeit unterstützten den Löschzugführer die Brandmeister Hans Morawietz und Wolfgang Flucks. 

1975 - Die Stadt Wattenscheid wird eingemeindet. Dadurch ergibt sich eine Erweiterung des Einsatzgebietes auf das gesamte Stadtgebiet Bochum.

Die Heider stellten mit ihrem Oberbrandmeister Helmut Flucks auch kurzfristig den stellvertreten Stadtbrandmeister der Stadt Wattenscheid und nach der Eingemeindung zur Stadt Bochum auch den Sprecher der Wattenscheider Löschzüge.

1976 - Der neue Löschzugführer wird Hans Morawietz.

Die Eingemeindung brachte einige Veränderungen für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wattenscheid - auch personell. Im Alter von 50 Jahren legte der verdiente Kamerad Helmut Flucks sein Amt ,mit einem lachenden und einem weinenden Auge‘ nieder. Der Nachwuchs erhielt eine Chance. Die Leitung des Zuges übernahm der bisherige Stellvertreter Hans Morawietz im Jahre 1976. Die Arbeit ging weiter, der Rote Hahn fragt nicht nach personellen Veränderungen. Man konzentrierte sich auf die Atemschutz- und Maschinistenausbildung.

1976 - Brand im Großlager Nürnberger Bund an der Hansastr.

Auch nach der Eingemeindung zeigte sich die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehr. Denn obwohl Bochum als Großstadt über eine Berufsfeuerwehr verfügt, heulte die Sirene allzu oft. Egal ob Tag oder Nacht - der Löschzug Heide war zur Stelle. Zum Beispiel beim Brand des ,Nürnberger Bundes‘, wo die Wehr tagelang im vollen Einsatz war. Weniger spektakulär verlief die Routinearbeit: Sturm- und Wasserschäden, Kleinbrände und Wachbesetzungen. Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, aber dennoch unverzichtbar. Aber auch bei dramatischen Einsätzen standen die Kameraden von der Heide ihren Mann. Unter anderem bei einer Gasexplosion Im Prattwinkel, wo ein Einfamilienhaus zerstört und der ganze Straßenzug schwer beschädigt wurde. Dieses Unglück kostete vier Menschen das Leben. Besonders hier profitierte der Löschzug von seiner guten Ausbildung in technischer Hilfe und von seinem Hilfs-Rüstwagen (HRW).

Zwischen den Einsätzen ist das Feuerwehrleben durch Aus- und Weiterbildung an den Dienstabenden an jedem Freitag geprägt. Drei Atemschutzgerätewarte sorgen im Löschzug dafür, daß die Geräte ständig geprüft und die Geräteträger kontinuierlich weitergebildet werden. Dies geschieht sowohl durch Unterricht im Schulungsraum, als auch durch die regelmäßige Begehung der Übungsstrecke.

Auch personelle Umbesetzungen wurden zuweilen erforderlich. Als 1980 der bisherige stellvertretende Löschzugführer, Oberbrandmeister Klaus Flucks, zum Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bochum gewählt wurde, trat Oberbrandmeister Günther Arens an seine Stelle. In dieser Zeit kamen die frischgebackenen Brandmeister Klaus Echternach und Peter Proschek von der Landesfeuerwehrschule in Münster zurück und füllten die entstandenen Lücken in der Führung auf.

1981 - Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 16 TS und Erweiterung des Gerätehauses und der KFZ-Halle.

Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit wurde dem LZ Heide 1981 ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS übergeben. Durch den regen Zulauf an Feuerwehrkameraden und Erweiterung des Fuhrparks, wurde erneut der Gedanke wach, Schulungsräume und Kfz-Halle zu erweitern. Erste Pläne wurden durch Mitglieder des Löschzuges erstellt.

1982 - Im Rahmen überregionaler Hilfe fährt der Löschzug zu einem Großeinsatz bei den Chemischen Werken HÜLS AG in Herne. Es brennt ein Großtank mit 10 Mio. Litern Alkohol.

In den folgenden Jahren wurde die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr dadurch verbessert, daß man Einsatzbereitschaften bildete, die über Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmiert werden können. Einer dieser Einsätze war der Brand eines Tanks mit zehn Millionen Litern Alkohol bei der Firma CWH in Marl-Hüls.

1984 - Erster Spatenstich zur Erweiterung des Gerätehauses. Ein Schulungs- und Aufenthaltsraum entsteht.

Im Jahre 1983 trugen die Bemühungen des Löschzuges um eine Erweiterung des Gerätehauses Früchte. Im Gespräch mit ortsansässigen Politikern konnte die Notwendigkeit eines Neubaues aufgezeigt werden. Der Weg der Baupläne und des Bauantrages war zwar beschwerlich, aber Anfang 1984 erfolgte ein positiver Bescheid seitens der Stadt. Am 23. Juni 1984 gab es einen Grund zu Feiern: Der erste Spatenstich wurde von Oberbürgermeister Eickelbeck vorgenommen. Bei diesem ersten Bodenaushub unterstützten ihn tatkräftig Pfarrer Wiederhold, Stadtdirektor Barbonus, die Ratsherren Arns und Anders, sowie Bezirksvorsteher Thiemann. Nach den Abbrucharbeiten wurde im Oktober 1984 der erste Baustein gesetzt und im Dezember konnte Richtfest gefeiert werden. Für die Mannen um Löschzugführer Morawietz eine willkommene Unterbrechung der bis dahin geleiste­ten umfangreichen Arbeiten, zu der sich der Löschzug verpflichtet hatte. Es folgte der lnnenausbau, der unter der Regie des “Bauleiters” Oberbrandmeister Günther Arens, fast ausschließlich von den Kameraden bewerkstelligt wurde. Am 30. April 1985 konnte die feierliche Schlüsselübergabe erfolgen, die in einem geselligen Beisammensein endete.

Aber nicht nur bei Übungen und Einsätzen war der LZ 14 erfolgreich, auch auf der sportlichen Seite hatten die Heider Jungens einiges zu bieten. Aus den Hallenfußballturnieren der Freiwilligen Feuerwehr Bochum gingen sie 1984 und 1985 als Sieger hervor.

Im Jahre 1986 verließ dann Günther Arens den Löschzug und der damalige Unterbrandmeister Detlef Leschek wurde von der Versammlung zu seinem Nachfol­ger als stellvertretender Löschzugführer gewählt. 

Der bisherige Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Klaus Flucks wurde 1987 nach sechs Amtsjahren durch den Kameraden Lückert aus dem Löschzug Langendreer Alter Bahnhof abgelöst. Klaus Flucks wurde zum Feuerwehrarzt der Feuerwehr Bochum ernannt. Seine Aufgaben erstrecken sich nun über die Beratung bei der Anschaffung von Rettungsgeräten, Aufbau und Optimierung von Rettungssystemen und Behandlung verletzter Feuerwehrleute bei Großeinsätzen.

Mitte des Jahres 1988 kam zum ersten mal die Idee auf, den Samstag der Einsatzbereitsschaftswoche mit einem 24-Stunden Dienst zu verbinden. Dabei wurde mit der Berufsfeuerwehr vereinbart, den Löschzug Heide direkt mit der Wache V (Wattenscheid) zu alarmieren. Es kam zwar dabei zu keinem Einsatz, doch festigte diese Aktion die Kameradschaft. Seitdem ist es üblich, mindestens einmal im Jahr eine 24-Stunden Bereitschaft durchzuführen.

1988 - Der Löschzug erhält einen Rüstwagen RW 1. Die alten Katastrophenschutz Fahrzeuge werden außer Dienst gestellt. Durch Eigenarbeit der Kameraden wird ein altes LF 8 Opel Blitz restauriert und durch den Löschzug dem Feuerwehrmuseum der Bochumer Partnerstadt Sheffield überbracht.

Am 1. Juli des Jahres wurde Detlev Lescheck, nach bestandenem Lehrgang, zum Brandmeister ernannt. Auch der Fahrzeugpark wurde im Herbst des Jahres erweitert. Der Löschzug erhielt vom Katastrophenschutz einen Rüstwagen RW1 auf Unimog-Fahrgestell. Dafür mußten allerdings der alte HRW und alle TLF 8 abgegeben werden, da die Reparaturkosten inzwischen erheblich waren.

Auf der Jahreshauptversammlung 1990 wurden einige besondere Ehrungen durchgeführt. Allen voran die Ernennung unseres ältesten Kameraden, Hans Hehrs, zum Ehren-Unterbrandmeister. Weiterhin wurde dem Unterbrandmeister Kurt Stoepel für seine 25-jährige Arbeit als Kassierer besonders gedankt. Auch noch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst betraute er das Amt bis zu seinem plötzlichen Tod. Die beiden Brandmeister Klaus Echternach und Detlev Lescheck wurden zu Oberbrandmeistern befördert.

1991 - Zwei weitere neue Fahrzeuge, ein LF 16 TS und ein LF 8 Tank, gehen an den Löschzug und der neue Löschzugführer heißt Detlev Leschek.

Das Jahr 1991 brachte wieder einen gravierenden Wechsel in der Führung. Hans Morawietz mußte plötzlich aus persönlichen Gründen den Dienst bei der Feuerwehr aufgeben. Bei der Anhörung der Wehr - nach FSHG - schlug die Mannschaft den stellvertretenden Löschzugführer Detlev Lescheck zum neuen Löschzugführer vor. Seinen Platz als Stellvertreter sollte Klaus Echternach einnehmen. Am 12. Januar fand dann die feierliche Verabschiedung des Löschzugführers statt. Gleichzeitig wurde auch die neue Führung des Löschzuges von Herrn Oberbrandrat Hagebölling ernannt.

Im Laufe des Jahres erhielt der Löschzug zwei neue Fahrzeuge. Zum einen stellte der Bund ein weiteres LF 16 TS zur Verfügung und zum anderen übergab die Stadt ein neues LF 8 TANK. Dies war auch unbedingt nötig, da seit über einem Jahr ein ausgedientes TLF 16/25 der Berufsfeuerwehr das alte LF 8 ersetzen mußte. Das neue Fahrzeug war das erste seiner Art mit eingebautem Wassertank. Beide Fahrzeuge wurden in einer Feierstunde am Tag der offenen Tür am Gerätehaus ökumenisch geweiht. Das alte LF 8 wurde nach intensiver Restaurierung durch einige fleißige Kameraden nach Sheffield ins Feuerwehrmuseum überführt. Die Überfahrt und Übergabe ist für einige Kameraden unvergeßlich.

Andreas Todorski hatte die Ehre, als einer der ersten freiwilligen Kameraden, einen Lehrgang für Drehleitermaschinisten in Münster zu absolvieren. In den folgenden Jahren wurden auch auf kommunaler Ebene Lehrgänge zum Drehleitermaschinisten angeboten, um bei einer Wachbesetzung durch die Freiwilligen auch qualifiziertes Personal für die Drehleiter zur Verfügung zu haben. Deshalb wurden nach und nach insgesamt fünf Kameraden entsprechend Ausgebildet.

1992 - Der Löschzug wird als Sondereinsatzgruppe AB-Logistik-Rettung ausgebildet.

Um dem wachsenden Löschzug geeignete Gruppenführer zu geben wurde Martin Spanke zum Gruppenführerlehrgang entsandt. Im Januar 1992 wurde er dann zum Brandmeister befördert. Stefan Sackers tat es Ihm im Jahre 1995 gleich, so wie Wolfgang Beil, der im folgenden Jahr als Gruppenführer aus Münster zurückkehrte.

Im Jahr 1997 hat wohl einer der schlimmsten Einsätze die Kameraden des LZ Heide um den Nachtschlaf gebracht. Im Stadtteil Bochum-Hamme stand ein Wohnhaus im Vollbrand. Insgesamt waren über 130 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Durch das späte Entdecken der Flammen konnten achten Menschen nicht mehr gerettet werden.

1998 - Feuer in einem Einfamilienhaus in der Von-der-Recke-Straße mit 8 Toten.

Seit 1999 präsentiert sich unser Zug auch im Internet. Alle aktuellen Informationen rund um den Löschzug Heide werden regelmäßig eingepflegt und unter der Adresse www.lz-heide.de präsentiert. Berichte über Einsätze, Öffentlichkeitsarbeit und andere interessante Daten und Fakten können hier von jedem im weltweiten Netz eingesehen werden.

So gab es schon einiges von spektakulären Einsätzen in der letzten Zeit zu Berichten, bei denen auch der Löschzug Heide eingesetzt wurde: Großbrand bei der Firma EBG (ehemals Stahlwerke Bochum) Großbrand auf dem Gelände der Firma Thyssen/Krupp, bei dem eingelagerte Teile des “Planet of Vision” vor den Flammen gerettet wurden sowie viele weitere Einsätze bei Sturm-, Wasser- und Brandschäden.

Natürlich besteht das Löschzug-Leben nicht nur aus Dienst und Einsatz. Auch eine gemeinsame, aktive Freizeitgestaltung gehört für viele Kameraden dazu. Mindestens einmal im Jahr findet ein Segeltörn statt. Die Motorradfahrer unter uns treffen sich häufig zu gemeinsamen Touren. Und sportlich gibt man sich bei gelegentlichen Hallen-Fußballspielen.

2001 - Der neue Löschzugführer wird Klaus Echternach und sein Stellvertreter Stefan Sackers

Nachdem Detlev Lescheck sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellen mußte, trat Klaus Echternach am 1. Mai 2001 seine Nachfolge als Löschzugführer an. Stefan Sackers wurde zum Stellvertreter gewählt.

Beide haben im Jahr 2002 erfolgreich den Zugführerlehrgang am Institut der Feuerwehr (früher Landesfeuerwehrschule) absolviert und wurden zum Brandinspektor befördert. In den Führungskreis rückte auch der Kamerad Klaus Konietzko auf, der nach bestandener Gruppenführerprüfung zum Brandmeister befördert worden ist.

Die Anforderungen an die Feuerwehr wachsen immer weiter. So kam es, daß der Löschzug Heide zu einer Sondereinsatzgruppe ausgebildet wurde. Bei Schadenslagen mit vielen Verletzten (MANV) hat die Sondereinsatzgruppe die Aufgabe, die Verletztensammelstelle mit dem Containerfahrzeug AB Logistik-R aufzubauen. Der erste Einsatz mit diesem Gerät war ein kostenloses Konzert der Kelly-Family auf dem Kirmesplatz an der Castroper Strasse. Zahlreiche Teenies mußten wegen Kreislaufschwäche betreut werden. Außerdem wurde die SEG mit dem Containerfahrzeug schon zweimal nach Gelsenkirchen gerufen. Aber weder das Explosionsunglück am 26.02.2002, noch der Dachstuhlbrand eines Krankenhauses am 21.06.2002 machten es notwendig, tatsächlich Verletzte in dem Zelt zu behandeln. Dennoch stand alles für einen sofortigen Einsatz an den Schadenstellen Bereit. Die regelmäßige Schulung der Maschinisten auf den Wechsellader-Fahrzeugen gehört zwingend mit zu dem Gesamtkonzept, damit der Abrollbehälter Logistik-R auch zum Einsatzort gebracht werden kann. Alle Kameraden mit der entsprechenden Fahrerlaubnis sind durch die Fahrlehrer der Berufsfeuerwehr auf den WLF‘s geschult und geprüft worden.

2003 - Der Löschzug Heide feiert sein 100-Jähriges Bestehen. Unsere neue Löschzugführung auf der Heide besteht aus Klaus Echternach (LZF) und Stefan Sackers (Stellv.)

Die Neustrukturierung der Feuerwehr Bochum brachte einige Veränderungen mit sich. So wurden die Wachen der Berufsfeuerwehr von fünf auf drei Wachen reduziert. Die Freiwillige Feuerwehr wurde zunächst in vier Direktionsabschnitte (Nord, Süd, Ost und West) gegliedert. Im Laufe des Jahres 2002 wurde dieses auch Aufgehoben und die FF in drei Abschnitte aufgeteilt. Seither ist aus dem LZ 14 der LZ 12, der zweite Löschzug im Abschnitt 1, geworden. So schließt sich wieder der Kreis. Der Löschzug zwei in Wattenscheid zur Gründungszeit ist wieder der Löschzug zwei im Direktionsabschnitt 1 zum 100-Jährigen Jubiläum Jubiläumsfeier am 15.03.2003 / Gründung 13.03.1903

Und dieses Jubiläum wurde fast auf den Tag genau am 15.03.2003 auf der Wattenscheider Heide in der Aula der Pestalozzi-Realschule mit ca. 300 geladenen Gästen aus Politik, Kirche, Gesellschaft und natürlich Feuerwehr kräftig gefeiert. Nachdem Löschzugführer Klaus Echternach die Gäste herzlich begrüßt hatte, die Grußworte und Wünsche der Gäste verklungen waren, konnte das vom Festausschuß vorbereitete Rahmenprogramm starten: Männergesangverein, Disco-Tanzgruppe, Bauchredner, Italo-Sänger und Tanzkapelle sorgten bis zum Morgen für ausgelassene Stimmung. Die Bevölkerung konnte dann im Sommer an den Feierlichkeiten des Löschzuges teilhaben. Dämmerschoppen mit Musik, aufgelegt vom löschzugeigenen Discjockey am Freitag, am Samstag dann Kinderfest mit viel Spiel und Spaß und für die Erwachsenen am Abend Live-Musik von den "Black Devils". Ausklang am Sonntag beim Frühschoppen mit der obligatorischen Erbsensuppe aus dem Feldkochherd (Gulasch-Kanone). Natürlich wurde in 2003 nicht nur gefeiert. Der Rote Hahn erdreistete sich - ungeachtet der Jubiläumsvorbereitungen/-feierlichkeiten - zu krähen und auch erste Vorboten des Klimawandels machten auf sich aufmerksam. Der langjährige Coach unserer erfolgreichen Hallenfußballmannschaft UBM Herbert Sliwanski verließ aus persönlichen Gründen den Löschzug Heide. 

2004 - Gehörte für die Feuerwehr Bochum und den Löschzug Heide zu den ruhigeren Jahren.

Eine sehr geringe Anzahl an Brandeinsätzen, einige TH-Einsätze und Wachbesetzungen (bei einsatzbedingter Abwesenheit der BF-Kollegen). Erwähnenswert lediglich ein Lagerhallenbrand in Gelsenkirchen-Rotthausen, zu der die Bochumer Feuerwehr im Rahmen überörtlicher Hilfe gerufen wurde. Anders die Lage in der Welt: Weihnachten 2004 wurden uns via Fernsehen und Presse die schrecklichen Bilder der großen Flutkatastrophe in Südostasien, ausgelöst durch ein Seebeben der Stärke 9,1 etwa 85 km vor der Küste Sumatras, in die Wohnzimmer gesendet. Durch das Beben und seine Folgen starben etwa 230.000 Menschen, 110.000 Menschen wurden verletzt und 1,7 Millionen Küstenbewohner rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos.

2004 brachte die erste Zusammenlegung von Löschzügen in Bochum: Aus LZ 23 Altenbochum und LZ 24 Laer wurde der neue Löschzug 23 (Altenbochum-Laer). Der Löschzug Heide (an Zusammenlegung wird hier in keinster Weise gedacht) rüstete 2004 sein Equipment auf: Zur Verbesserung der Unterrichte wurden ein Beamer und eine Surround-Sound-Anlage beschafft - natürlich aus eigenen Mitteln, denn auch schon 2004 saß der Stadt das Geld nicht locker. Eine weitere Neuerung war die zusätzliche Handy-Alarmierung als Pilotprojekt. Der leitende Abschnittsführer Dr. Klaus Flucks ist seit 35 Jahren Mitglied des Löschzuges Heide. Die Ordensverleihung - nicht nur für ihn, denn Anfang 2005 legte Löschzugführer Klaus Echternach nach (die beiden kennen sich bereits seit der "Volksschule") - nahm die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz am Florianstag 2005 im Deutschen Bergbaumuseum vor. Böse Zungen behaupten, die beiden haben ihre gemeinsamen 70 Jahre beim Löschzug Heide im Charivariin Wattenscheid kräftig gefeiert.

2005 - Begann gleich mit viel Arbeit, weniger im Rettungsdienst, mehr im Feuerwehrhaus.

Renovierung war angesagt. Unter der Leitung des Ehrenkameraden Wolfgang "Mike" Flucks entstand ein komplett umgestalteter Umkleidetrakt, getrennt nach "Weiss- und Schwarzkaue". Alles natürlich aus Bordmitteln: alte Tische wurden zu Bänken umfunktioniert, alte Spinde erstrahlten im neuen Glanz und die Decken und Wände erhielten einen neuen Anstrich. Unvergessen die Dienstfahrt mit ca. 20 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und des DRK im August zum Weltjugendtag nach Köln. Grund: Vorhalten eines Behandlungsplatzes mit entsprechenden Rettungsfahrzeugen und medizinischem Personal während des Papst-Besuches. Der Stadtfeuerwehrverband erhält einen neuen Vorstand. Neben der bereits seit 1975 existierenden "Arbeitsgemeinschaft segelnder Feuerwehrleute" wurde die Motorrad-Interessengemeinschaft-Heide gegründet.

2006 - WM 2006 und weitere Umstrukturierungen

Erste Planungen zur rettungsdienstlichen Begleitung der FIFA-WM im eigenen Lande machten schnell deutlich, daß die Löschzüge der FF Bochum stark eingebunden würden. Und so wurde der Löschzug Heide ebenfalls Teil des sogenannten Sommermärchens 2006. Wie beim Weltjugendtag im Jahr zuvor stand eine Dienstfahrt mit allen oben beschriebenen Komponenten zum Kölner Stadion (ehemals Müngersdorfer Stadion) an. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, wurden im Vorfeld mehrere MANV-/Registrierübungen zusammen mit Polizei, DRK und ASB durchgeführt. Es kamen natürlich die neuen Abrollbehälter MANV zum Einsatz. Desweiteren wurden mehrere Sicherheitswachdienste in der Bochumer Innenstadt, im Bermuda-Dreieck, durchgeführt, wo speziell bei Spielen des deutschen Teams die Stimmung unbeschreiblich war. Zur Belohnung für die geleistete Arbeit ging es im Spätsommer mit Partnern für 2 Tage zur Mosel. Das volle Programm mit Weinprobe, Bootsfahrt, geselligem Beisammensein am Samstagabend, aber auch kulturellem Teil (Führung durch Trier am Sonntag) kann mit Recht als ein Höhepunkt des Jahres bezeichnet werden. Der ehemalige Löschzugführer Detlef Lescheck trat aus gesundheitlichen Gründen in die Ehrenabteilung über. Der Kamerad Roman Antoniewicz konnte aus der Passiven Abteilung für den aktiven Dienst reaktiviert werden. Ein weiterer Zusammenschluß von Löschzügen erfolgte: Langendreer-Dorf, Langendreer-Alter Bahnhof und Kalte Hardt verschmolzen zu Löschzug Langendreer.

2007 - Das Jahr 2007 begann einsatzmäßig mit einem Paukenschlag.

Der Orkan Kyrill fegte über Europa hinweg und machte natürlich auch vor Bochum nicht schlapp. 3 Tage Dauereinsatz mit teilweise bis zu 18 Kameraden/innen gleichzeitig verlangte den eingesetzen Kräften alles ab. Hier zahlte sich die beim Löschzug Heide ganz oben angesiedelte Ausbildung in technischer Hilfeleistung aus. Die Kettensägen und Pumpen standen vom 18. bis zum 20. Januar nicht mehr still. Im weiteren Verlauf des Jahres dann viele Brandeinsätze, darunter zwei Großbrände (Lagerhallen) im Juni und einer im Juli über 2 Tage bei einem Recycling-Unternehmen in Riemke. Den Strapazen in 2007 war unser 24 Jahre altes TLF16 offensichtlich nicht mehr gewachsen. Die Pumpe versagte, Ersatzteile gab es nur noch im Museum. Ersatzfahrzeug (4 Jahre jünger) wurde kurzfristig beschafft.

Der Kassierer Helmut Flucks ist seit 40 Jahren Löschzugmitglied, sein Stellvertreter Gerd Sieg seit 35 Jahren, Robert Struck seit 25 Jahren und die nächste Generation klopft bereits an: sein Sohn Sebastian startet seinen Grundlehrgang.

Zu erwähnen noch, daß der Kamerad Klaus Flucks zum Feuerwehrarzt der Freiwilligen Feuerwehr ernannt wurde.

Und wie in allen ungeraden Jahren wurde auch 2007 ein 2-tägiges Feuerwehrfest auf der Heide veranstaltet, erstmalig zusammen mit der Grundschule Heide, die nur alle 4 Jahre feiert. Es wurde ein voller Erfolg.

Und noch ein Novum: Zum ersten Mal startete der LZ Heide unter dem Namen "Heide Fighters" beim oben erwähnten Benefiz-Turnier des Vereins "WAT für WAT".

2008 - Personelle Veränderungen

Vier neue Kameraden nahmen den Dienst beim LZ Heide auf und der Ehrenkamerad Wolfgang Flucks, der einen Großteil seiner erfolgreichen Laufbahn hier verbracht hat, konnte im Laufe des Jahres auf 50 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr zurückblicken und wurde auf der Jahreshauptdienstbesprechung 2009 mit der Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes NRW geehrt. In der heutigen Zeit ein herausragendes, aber selten gewordenen Jubiläum.

Das Jahr 2008 stand ganz im Zeichen von Personalveränderungen: Da die Amtszeit des Sprechers der FF Bochum in 2008 endete, wurden Neuwahlen erforderlich. Von den Delegierten gewählt wurde der Kamerad Karl Appelhoff aus dem Abschnitt 1, der gleichzeitig Löschzugführer des Löschzuges Wattenscheid-Günnigfeld ist. Ebenso mußte die Funktion des DirektionsAbschnittsLeiter neu besetzt werden, da Werner Schlochtermeier das Pensionsalter erreichte. Mit BR Simon Heußen, einem Mann mit Wurzeln in der Freiwilligen Feuerwehr, wurde die Idealbesetzung gefunden. Schließlich wurde noch der Vorstand des StadtFeuerwehrVerbandes neu gewählt. Mit dem Feuerwehrchef Dr. Dirk Hagebölling als Vorsitzenden und dem Leitenden Abschnittsführer Dr. Klaus Flucks als stellvertretenden Vorsitzenden wurde dem Verband wieder Leben eingehaucht.

Ein HighLight für die Feuerwehr Bochum war die Ausrichtung der Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb).

Dem Löschzug Heide wurde ein nagelneues MannschaftsTransportFahrzeug zur Verfügung gestellt. Neben zwei 24-Stunden-Diensten war eine Übung in Clausthal-Zellerfeld im Übungszentrum für Atemschutz der Bergbau-Genossenschaft erwähnenswert.

Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen hatte Kamerad Klaus Konietzko, selbst Mitarbeiter der BG, den Kontakt hergestellt. Die Strecke war aufgrund ihrer Länge und eingebauten Schwierigkeitgrade in der Tat für die Trupps eine Herausforderung, die aber von allen gemeistert wurde. Auf der Wattenscheid Heide kam es zur Gründung der Werbegemeinschaft Heide, der der Löschzug Heide selbstverständlich beitrat und seine volle Unterstützung zusicherte. 

2009 - Das Jahr der Ehrungen und Weiterbildung

Auf der Jahreshauptdienstbesprechung 2009 konnte dann Löschzugführer Echternach den neuen DirektionsAbschnittsLeiter BR Simon Heußen begrüßen und der Mannschaft vorstellen. Und dieser ließ sich nicht zweimal bitten, die Ehrungen und Beförderungen vorzunehmen. Die Information, daß der Löschzug Heide inzwischen wieder 33 Aktive beheimatet, wurde erfreut zur Kenntnis genommen.

Im Laufe des Jahres, nämlich wie immer am Florianstag, wurden die Kameraden Herbert Flucks und Dirk Fleischer für 35 Jahre Zugehörigkeit zur FF Bochum mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold am Bande geehrt. Gleichzeitig wurde Andreas Todorski für 25 Jahre das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber an die Uniform geheftet.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise machte natürlich auch vor Bochum nicht halt und so mußte die Löschzugkasse die Finanznot der Stadt ausgleichen. Die Anschaffung einer Elektrokettensäge wurde beschlossen und ausgeführt, desweiteren wurden Materialien zur Sanierung und Verschönerung des Feuerwehrhauses beschafft. Zur Durchführung dieser Maßnahmen boten sich die 24-Stunden-Dienste an.

Das erhöhte Schulungsangebot der Feuerwehrschule und die knackigen Übungen/Unterrichte an den Dienstfreitagen führten zu einem sehr guten Ausbildungsstand des Zuges.

Erstmalig wurden bei der FF Rettungshelfer ausgebildet, bei Heide waren dies Robert und Sebastian Struck. Im Jahre 2010 folgten Christian Löwentat und Jan Zimmer.

Im Rahmen der Aktion "Rauchmelder retten Leben" schaffte die Branddirektion Melder an und die Freiwilligen Feuerwehren installierten diese in ihrer Freizeit bei älteren und/oder befürftigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.

Auch das uralte Brauchtum kam in diesem Jahr zu seinem Recht: der Kamerad Andre Lehmann gab seiner Freundin das Ja-Wort und seine Kameraden setzten bei den Frischvermählten den Storch auf`s Dach.

2010 - Technikerweiterung und neuer Feuerwehrverband

Neuerung gleich zu Beginn des Jahres: Die bis dato fälligen Mitgliedsbeiträge entfallen. Die Vollversammlung folgte damit dem Vorschlag des Kassierers Helmut Flucks.

Das erhöhte Einsatzaufkommen setzt sich auch im Jahr 2010 fort.

Die der FF bis dahin in eher homöopathischen Dosen angebotenen Seminare im Realbrandcontainer wurden ebenfalls erhöht. Fast alle Atemschutzgeräteträger konnten im laufenden Jahr durchgeschleust werden und die Erfahrung eines Flash-Over machen.

Und auch in 2010 kam das Brauchtum nicht zu kurz. 10 Kameraden von Heide waren am 75jährigen Jubiläum des befreundeten Löschzuges Hattingen-Welper beteiligt. Am 13. Juni der große Umzug mit mehreren Marschkapellen und über 250 Feuerwehrfrauen/männern durch Welper und am Abend zuvor der Festakt im Zelt auf dem Marktplatz, bei dem Löschzugführer Klaus Echternach den Welperaner Kameraden/innen außer guten Wünschen auch ein Geschenk überreichte.

Die Einsatzfahrzeuge der Heider wurden aus Bordmitteln mit Navigationssystemen ausgestattet.

NRW bekam einen neuen Feuerwehrverband.

Beim Benefiz-Turnier war eine deutliche Steigerung der "Heide-Fighters" zu erkennen.

2011

Zumindest was die Jahreshauptdienstbesprechung am 07.01.2011 betraf, blieben die Kracher aus. Zwar wurden der Kamerad Läßig zum Feuerwehrmann, die Kameraden Lehmann und Oderwald zu Oberfeuerwehrmännern befördert und Mirko Dörfel für 15 Jahre bei der FF geehrt, aber bei den Wahlen blieb alles beim alten. Und auch das neue Logo des LZ Heide kam nicht überraschend, da die Löschzugführung für den besten Vorschlag bereits im Vorjahr einen Preis ausgelobt hatte. Sieger wurde der frischgebackene Feuerwehrmann Björn Läßig mit einem wirklich gelungenen Logo, welches unmittelbar Eingang in die Homepage und auf die verschiedenen Formulare fand und natürlich zügig als Aufkleber für die PKW`s der Kameraden beschafft wurde.

Die wirklichen Kracher kamen erst Mitte des Jahres

Löschzugführer Klaus Echternach informierte den Löschzug und anschließend die Branddirektion, daß nach 42 Jahren aktiven Dienstes die Zeit für einen Wachwechsel reif sei und er in die Ehrenabteilung wechseln möchte. Die Anhörung der Wehr bzgl. Nachfolger/Stellvertreter erfolgte am 05.08.2011.

Für den scheidenden LZF Echternach wurde von den Kameraden/innen ein bewegender Abschied in Anwesenheit der gesamten Branddirektion, der Löschzugführer aus Bochum, Vertretern aus Kirche, Politik und Gesellschaft am 21.10.2011 organisiert. Gleichzeitig wurden der neue Löschzugführer Stefan Sackers (bereits seit 2001 Brandinspektor) und sein neuer Stellvertreter Klaus Konietzko (im Mai des Jahres mit den entsprechenden "Weihen" vom IdF zurückgekehrt) vom Leiter der Feuerwehr, Dr. Hagebölling, ernannt. Klaus Konietko wurde an dem Abend zum Brandinspektor und der Kamerad Thomas Labuske zum Brandmeister befördert. Außerdem wurde der DAL-Wechsel vollzogen. Sandra Lichters übernahm den Abschnitt 1 von Simon Heußen, der zum Abschnitt 2 wechselte. Nach dem offiziellen Teil sorgte die Cop-Connection für ausgelassene Stimmung bis spät in die Nacht.

Dr. Klaus Flucks gab bekannt, daß er ab 2012 als Leitender Abschnittsführer nicht mehr zur Verfügung stehen werde, sehr wohl aber noch weiter aktiven Dienst beim Löschzug Heide verrichten möchte. Zum Nachfolger als AF wurde Thomas Ludwig vom Löschzug WAT-Mitte und zum Stellvertreter Dirk Osadnik aus Dahlhausen bestimmt.

Und auch die Feierlichkeiten anläßlich des Jubiläums 150 Jahre Feuerwehr Bochum erwiesen sich als Kracher: Eine große Leistungsschau Ende Mai auf dem Massenberg-Boulevard und Mitte September eine noch größere - zusammen mit allen Hilfsorganisationen aus Bochum - am Kemnader Stausee überzeugten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt von der gewaltigen Schlagkraft ihrer Freiwilligen Feuerwehr und Berufsfeuerwehr.

Aber auch das "Tagesgeschäft" wurde wie gewohnt abgearbeitet:
Lagerhallenbrand Kantstrasse
Bochum Total
Unwettereinsätze
Vollbrand Bauernhof Hansastrasse
Vollbrand Alte Bahnhofstrasse
Wachenbesetzungen
Öffentlichkeitsarbeit (erwähnenswert das Ramadan-Fest am 18.09. mit mehr als 5.000 Besuchern)
und und und…

Austritte waren 2011 leider auch zu verzeichnen: die Kameraden N. Antoniewicz, C. Fischer, Hübner, Kluth und Machholz quittierten den Dienst aus beruflichen - zum Teil mit Wohnungswechsel verbundenen - Gründen. Zahlenmäßig konnte dies nur zum Teil kompensiert werden: Janine Schulz und Dominik Struck unterschrieben beim Löschzug Heide und starteten unmittelbar im Grundlehrgang. Weitere Interessenten begannen die "Schnupperphase". Robert Struck ließ sich zum Notfallseelsorger ausbilden.

In Wattenscheid wurde die Versorgungseinheit unter Leitung des Günnigfelder Kameraden Bisplinghoff gegründet, um den in der Vergangenheit aufgetretenen Versorgungsengpässen bei Großeinsätzen entgegenzuwirken.

Zwei 24-Stunden-Dienste dienten der Kameradschafts- und Gerätehauspflege. Das Feuerwehrfest mit neu gebauter Cocktailbar, preiswertem Essen und Trinken, Live-Musik (man kann schon fast sagen: wie immer) von der Cop-Connection und jeder Menge Feuerwehrambiente wurde im Sommer erfolgreich bestritten. Und auch der alljährliche Segeltörn, diesmal unter wettermäßig extrem erschwerten Bedingungen, ging im Frühsommer mit viel Spaß an der Freude über die Bühne (oder sollte man sagen: über die Planken).

2011 - ein Jahr mit vielen Veränderungen für den Löschzug Heide, die aber der Schlagkraft - wie sich bei Einsätzen und Übungen zeigte - keinen Abbruch tat. Der neuen Löschzugführung ein dreifach kräftiges Gut Schlauch !!!