Freizeitaktivitäten des LZ Heide


Hier erfahren Sie einen kleinen Ausschnitt, aus der Kameradschaft und den Freizeitaktivitäten des LZ Heide. Die Freiwillige Feuerwehr ist mehr als Brände löschen, Keller pumpen, Wachbesetzungen uvm...

 

Jubiläums-Segeltörn 2015 / 40 Jahre AGsF / Ein Reisebericht (Autor: KE - Crewmitglied Momo)

Die Planung des Segeltörns 2015 begann bereits im Spätsommer des Jahres 2014, denn es sollte - wie beim Törn vor 5 Jahren - wieder über eine Woche gehen und das bedarf bekanntlich einiger Vorbereitungen. Den Auftrag zur Organisation erhielt der Neu-Organisator KE, der sich der Mitarbeit des Alt-Organisators Hemmi versicherte, bereits in der Dienstbesprechung im September 2014. Am 05. Oktober 2014 konnte KE dann den Löschzug anschreiben, das ungefähre Seegebiet, den Vercharterer (1. Klasse Yachten in Heiligenhafen - wie beim Törn 2010), das Schiff (Bavaria 46 Cruiser), das Datum (19.06.2015 / 22:00 Uhr - 26.06.2015 / 17:00 Uhr) und den ungefähren Preis bekannt geben.
Die Resonanz war unbeschreiblich.
Bereits um 7:00 Uhr des folgenden Tages war klar (9 Meldungen), daß ein Schiff nicht ausreicht und Hemmi kontaktierte erneut den Vercharterer mit dem Ergebnis: Option auf ein weiteres Boot (Sun Odyssey 379). Die weiteren Meldungen (5 Kamerden) ließen nicht lange auf sich warten, allerdings mußten letztendlich 2 Kameraden zu einem späteren Zeitpunkt aus privaten Gründen absagen, sodaß die Arbveitsgemeinschaft schlußendlich aus 12 Seeleuten - verteilt auf den beiden Booten - bestand.

Die Skipper (Sacki auf Boot 1 und Klausi auf Boot 2) stellten in den folgenden von KE einberufenen Besprechungen ihre Crews zusammen und die Gesamt-Mannschaft einigte sich auf das Segelrevier, nämlich die Ostsee, genauer die Mecklenburger Bucht und "Umgebung" (Details folgen).

Das Bunkern der Verpflegung übernahm am Morgen des Anreisetages KE mit Unterstützung des langjährigen Kantiniers der Wache 3, Herbert F., der auf Boot 1 die Funktion des Smutje übernahm. Smutje auf Boot 2 - mit Hang zum Zubereiten frischer Mahlzeiten - war unser allseits beliebter Dominyk. Die Hauptmahlzeiten von der Fa. Krümmel stellten sich als sehr guter Griff heraus. Lecker. Getränke wurden bereits im Vorfeld beim Vercharterer geordert und am 20.06.15 gegen 09:00 Uhr vor Ort angeliefert; trotzdem mußte am Reisetag ein weiteres Fahrzeug beladen werden. Offensichtlich werden die Taschen und Seesäcke mit zunehmendem Alter der Crew größer.

Aber nun zum eigentlichen Törn

Die Crews
Momo: Sacki (Skipper), KE, Doc, Herbert, Wolfgang, Fränki, Toddo
Saturn: Klausi (Skipper), Hemmi, Björn, Dominyk, Lars

Tag 0
Abreise vom Feuerwehrhaus am 19.06.15 gegen 17:00 Uhr. Der Konvoi war bereits vor Dortmund zerrissen und so mußten sich die einzelnen Besatzungen als Einzelkämpfer nach Heiligenhafen durchschlagen. Gegen 22:15 Uhr war der Konvoi wieder vereint und die Schiffe konnten übernommen werden. Die beiden Hamburger Kameraden waren bereits vor Ort (kein Wunder - Katzensprung). Verpflegung für den ersten Abend (Fleischwurst, Brötchen und Bierchen) hatte KE wohlweislich aus Wattenscheid mitgebracht. Kommando "Leinen los" erfolgte natürlich an dem Abend nicht mehr, dafür aber Kommando "Op uw Gezondheit".

Tag 1
Nachdem die Getränke pünktlich um 09:00 Uhr gebunkert werden konnten, hieß es um 10:00 Uhr "Leinen los - volle Fahrt" Richtung Südspitze Dänemark. Zielhafen Gedser. Unter vollem Zeug um 11:20 Uhr unter der Fehmarn-Sund-Brücke durch. Maximale Durchfahrtshöhe 22 m, Höhe des Mastes der Momo (Schiff 1) ca. 21 m. Differenz zwischen Top und Brücke 1 m. Ein komisches Gefühl. Man erwartet förmlich die Berührung, aber die Angaben zu den Maßen des Schiffes und der Brücke waren korrekt :-). Die Saturn (Yacht 2) kam der Brücke aufgrund des etwas kürzeren Mastes nicht ganz so nah. 38,9 sm bei trockenem schönen Wetter mit gutem Wind aus Ost/Nordost brachten die beiden Boote um 17:15 Uhr in den Hafen von Gedser. Allgemeine Meinung zum Ort: Hier möchten wir nicht tot über´m Zaun hängen. Daher ausgiebiges Bordfest mit hand-/mundgemachter Musik.

Tag 2
Weckapell bereits in den dunklen Morgenstunden durch ein Crewmitglied der Saturn (präsenile Bettflucht). Wiedergutmachung durch Anlieferung der Brötchen bereits um 07:00 Uhr (auch noch ziemlich früh). Ablegen um 10:15 Uhr in Richtung Warnemünde. Windstärke 3 aus NW. Segelsetzen um 10:55 Uhr und los geht´s. Ansteuerung Warnemünde nach 25,5 sm. Wind nur noch 1-2 NW. Schutz gegen Sonnenstrahlen erfoderlich, soll heißen Super-Wetter (bis auf den Wind), Anlegen im Hafen von Warnemünde um 17:00 Uhr leider mit leichter Havarie der Momo (BB Heckkorb). Gesamtstrecke 30,5 sm. Außerdem sorgte ein Crewmitglied der Momo (Getriebener seines Arsches) temporär für Verstopfungen. Glücklicherweise stand entspr. Fachpersonal mit Rat und Tat parat. Lecker Essen und lecker Trinken und Ausklang des 2. Tages auf See.

Tag 3
Für Tag 3 war das Ziel Kühlungsborn zwischen den Skippern abgesprochen. Da die einzelnen "Schläge" von der Länge her eher moderat waren, Ablegen ebenfalls erst nach 10:00 Uhr. 10:55 Uhr Kommando "Großsegel setzen", 10:58 Uhr Kommando "Vorsegel setzen". Man erkennt, daß die Crews inzwischen eingespielt waren. 13:10 Uhr Meldung vom Steuermann (KE): Vorsegel rauscht raus. Motor an. Vorsegel bergen. Bergung des Vorsegels in Rekordzeit. Großsegel wurde anschließend ebenfalls eingeholt, da Fahren nur mit dem Groß bei vorhandenem Wind (nur noch NW2) und notwendigem Kurs eher zur Dümpelei geraten wäre. Im Hafen von Kühlungsborn (Anleger um 16:40 Uhr) dann Reparaturschicht. Fränki wurde mit einem der Falle im Bootsmannsstuhl zur Mastspitze gezogen und konnte das Fall des Vorsegels (Schäkel gebrochen, daher Segel rausgerauscht) wieder an Deck befördern. Rest war dann nur noch Spielerei. Landgang mit allem Drum (lecker Fischbrötchen) und Dran (lecker Bierchen). Möglicherweise unter leichtem Alkoholeinfluß entstand der Spruch des Tages: "Das Komplizierteste am Segeln ist der Wind". Das lassen wir so mal stehen.

Tag 4
Auf den nächsten Hafen freuten sich beide Crews besonders, da in der Trave das Museumsschiff Passat auf Besucher wartete. Der Insider weiß natürlich nun von welchem Hafen die Rede ist: Travemünde. Leinen festgemacht nahe der Anleger der großen Fähren Travemüde-Trelleborg (zB: Nils Holgerson, Peter Pan). Ausgiebiger Landgang mit ebenso ausgiebigem Abendessen im Casa Mia und Fellinis direkt an der Trave. Anschließend Verdauungsspaziergang an der Trave längs mit Zwischenstopp für den Nachtisch an einem Eiscafe mit Blick auf die Passat. Wunderbar.

Tag 5
Am nächsten Morgen per Fähre über die Trave und ausgiebige Besichtigung des Großseglers. Ebenfalls wunderbar. Ableger, nachdem die Smutjes einige Lebensmittel nachgebunkert haben, erst um 14:15 Uhr. Ade Travemünde. Ade Passat. Bei westlichen Winden Stärke 3-4 schneller Schlag (nur 14,5 sm) zum nächsten Ziel: Grömitz Einigen noch bekannt aus Urlauben in frühester Jugend (kommen bei dem einen oder anderen locker 40-50 Jahre zusammen seitdem). Beim nachmittäglichen Landgang schon mal die Kneipe für den Abend ausgesucht. Die Wahl fiel auf die Kneipe in unmittelbarer Nähe unserer Boxen mit dem Namen Kompass. Das deutsche Pendant zur holländischen "Oude Sluis" in Lemmer. Ausgelassenste Stimmung mit Kontakten zu anderen Crews bis in den frühen Morgen. Spruch des Tages: "Das einzig Beständige ist die Veränderung".

Tag 6
Ablegen Richtung Burgtiefe auf Fehmarn erst nach 11:00 Uhr (warum, weiß keiner). Sauwetter. Die blaugraue Wache bekam einen ziemlich nassen A…., wurde aber durch Anreichen warmer Getränke aus der Kombüse bei Laune gehalten. Auch der Wind hatte sich - wie die Restcrew - verkrümmelt Motoren war angesagt. 16:55 Uhr Anlegen im Hafen von Burgtiefe nach 24,9 sm. In der Nebenbox ein Schiff mit lustigen Gesellen aus einer Klinik in Graz. Gute Stimmung vorprogrammiert. Letzter Abend mit Hafenkonzert für ein Schifferklavier, eine Mundharmonika, eine Jukulele und 12 rauhe Seemannsstimmen (1 Gast / KE konnte nicht Harmonika spielen und gleichzeitig singen - daher 12). Die Kameraden der Momo wurden mit dem "Großen Zapfenstreich" durch unseren Doc in den Schlaf gebracht.

Tag 7
Ableger bereits um 10:00 Uhr. Der Wind hatte sich nicht zurück gemeldet, somit wieder motoren. Entscheidung aufgrund mangelnden Windes: direkter Weg nach Heiligenhafen. Die Frage, ob die Fehmarn-Sund-Brücke ausreichende Höhe vorweist stellte sich nicht mehr :-). Ankunft nach 13,2 sm um 12:35 Uhr. Schiffe entladen, säubern und wieder übergeben. Autos packen und Leinen los Richtung Heimat um 15:00 Uhr. Ankunft in Wattenscheid um 20:00 Uhr.

Fazit:
War mal wieder grandios. Mit in Summe 199,7 sm weit weniger Zeit auf dem Meer verbracht, dafür aber jede Menge schöner Häfen erlebt.

Danke an die Crews. Es hat wieder saumäßig Spaß gemacht - Der Autor

 

Ausflug LZ Heide - Papenburg 2015

Und es begab sich Anfang des Jahres 2015 nach Christi Geburt, daß die Führung des Löschzuges Heide den Entschluß faßte, für die Kameraden/innen mal wieder einen Ausflug mit den besseren Hälften zu veranstalten.
Freiwillige Feuerwehrleute investieren einen großen Teil ihrer Freizeit ins Ehrenamt (Übungsdienst, Veranstaltungen und nicht zuletzt Einsätze), worunter die Partner in gewisser Weise zu "leiden" haben. Da sind solche gemeinsamen Aktionen ein probates Mittel die Partner bei Stimmung zu halten und gleichzeitig etwas für die Kameradschaftspflege zu tun; und der letzte Ausflug zur Mosel lag schon gefühlte 100 Jahre zurück, fand in Wirklichkeit im Jahre 2006 statt.

Die Suche nach einem geeigneten Ziel erwies sich als etwas schwierig: viele Köpfe - viele Meinungen. Der von den Seglern des Löschzuges (ArbeitsGemeinschaft segelnder Feuerwehrleute) präferierte Vorschlag einer Schiffsreise auf einem Plattbodenschiff auf dem Ijsselmeer fand bei den nicht seefesten Mitgliedern (Sammelbegriff: Partner eingeschlossen) nicht die gewünschte Resonanz.
Der nicht ganz ernst gemeinte / ernst zu nehmende Vorschlag von KE - Pferdehof Hacke - wurde lautstark verrissen. Jott sei Dank !!!
Und auch weitere Vorschläge aus dem Kreise der Kameraden/innen und Partnerinnen fanden keine Mehrheit. Fazit: Dieses Problemchen war basisdemokratisch nicht zu lösen.
Also machte die Führung das, wozu die Führung da ist, nämlich führen und unterbreitete einen Vorschlag, der auch beim Föderverein Anklang fand.

Ausflug über 2 Tage nach Papenburg mit Stadtrundfahrt, Besichtigung der Meyer-Werft und entsprechendem Rahmenprogramm.(So kamen die Segler doch noch zu ihren Schiffen und Pferde gab es da oben auch)

Los ging es am 03.10.2015 pünktlich um 07:00 Uhr am Feuerwehrhaus. Die Begrüßung durch Thorsten, unseren Busfahrer und Reiseleiter Toddo kam kurz und knackig. Die Reisenden wurden en Detail über den Ablauf der beiden Tage informiert und mit den technischen Gegebenheiten des Busses vertraut gemacht:
Wo ist die Verpflegung (INPUT)
Getränke waren bereits im Bus, aber einige Reisende hatten selbst vorgesorgt. Für das (Maurer-) Frühstück hatte die Reiseleitung gesorgt
Wo ist die Toilette (OUTPUT)
Bitte auch die Herren im Sitzen pinkeln
Die erste Rast in Nähe Reken wurde
a: zur Aufnahme eines weiteren Passagieres (Dr. Dirk)
b: zur Aufnahme des festen Frühstücks genutzt. Wieder an Bord gings dann unmittelbar zur Aufnahme des flüssigen Frühstücks über.

Um ca. 11:00 Uhr Ankunft in Papenburg und die Zeit bis 15:00 Uhr gleich zur freien Verfügung. Der Nachwuchs wanderte direkt los zum ca. 5 km entfernten Michaelis-Markt, um die dort feilgebotenen Waren des Trödelmarktes in Augenschein zu nehmen. Die ältere Generation blieb in unmittelbarer Nähe des vereinbarten Treffpunktes und pendelte zwischen Eiscafe, Fischbude und Rathausplatz hin und her. Zur Überraschung und Freude der Alt-Rocker unter den Reisenden gab vor dem Rathaus eine Band Klassiker von Pink Floyd (The Wall) zum Besten. Besser geht´s nicht.

15:00 Uhr Weiterfahrt zur Meyer-Werft. Dort angekommen stieß die Fremdenführerin zu uns und konnte durch gewaltiges Fachwissen überzeugen. Die Führung durch das hervorragende Besucherzentrum der Meyer-Werft dauerte ca. 2 Stunden. Modelle der dort gebauten Schiffe, Nachbildungen von Schiffskabinen, Filme von Produktion, Stapellauf, Geschichte der Werft und und und brachte die Reisenden ins Staunen. Doch die Maße/Daten der Fabrikhallen (Docks) und Schiffe setzte allem die Krone auf. Das Tor, durch das die Ozeanriesen die Halle verlassen, ist das zweitgrößte der Welt (nur die NASA hat ein größeres Tor). Am Beispiel des dort gebauten Kreuzfahrtschiffes "Quantum of the Seas" bekommt man einen Eindruck der dort vorgefundenen Dimensionen:
348 m Länge
41 m Breite
18 Decks
67.200 KW (91.000 PS) Maschinenleistung
4.200 Passagiere
Der Blick auf das aktuell im Bau befindliche Schiff rundete den Gesamteindruck ab. Abschließend ein Gang durch den Souvenirshop der Werft brachte noch einiges an Geld in die Kasse des Unternehmens.

Fahrt zum Hotel und Check in. Alle in einem Hotel. Zeit zum Beine hochlegen war nicht, da diverse dunkle Gestalten mit diversen Getränken durch die diversen Gänge liefen und diverse Zimmer ansteuerten.19:30 Uhr gemeinsames Abendessen im angrenzenden Restaurant. Asiatisch Praktisch Gut. Für den weiteren Verlauf des Abends (After-Dinner-Party) hatte die Reiseleitung bereits frühzeitig Plätze in einem irischen Pub reserviert. Alle Mann/Frau angetreten ! Super Sause (dem Autor tut heute noch alles weh vom Lachen - drauf gesch…...).

Am nächsten Tag nach dem Frühstück Stadtrundfahrt durch Papenburg. Auch hier konnte die Fremdenführerin wieder mit profundem Wissen glänzen. Gepflegte meist 1,5 geschossige Häuser und ebenso gepflegte Gärten. Schiffsmodelle (Maßstab 1:1) in den Kanälen der Stadt. Schönes Rathaus und schöne Kirchen, aber auch die dunkle Geschichte Papenburgs wurde nicht ausgespart. Stichwort: Moorsoldaten.

13:00 Uhr Heimreise. Im Bus ging es deutlich ruhiger zu, als auf der Hinreise. Bis heute weiß niemand, woran es lag. Dr. Dirk in Reken wieder abgesetzt, 16:30 Uhr Ankunft Feuerwehrhaus. Das war´s. Hat riesig Spaß gemacht und schreit nach Wiederholung. Doch zunächst muß die Kriegskasse wieder gefüllt werden.

Gut Schlauch - Gut Wehr - Glück Auf

Autor: KE